a

Mehr Bewerbungen, weniger Klarheit – Warum Passung im Bewerbungsprozess wichtiger wird

Von Heidi Steinberger

Auf viele ausgeschriebene Positionen trifft heute deutlich mehr Bewerbungsinteresse als noch vor wenigen Jahren. Nach einer Auswertung der Stepstone-Plattform hat es sich pro aktiver Stellenanzeige zwischen Januar bis April 2023 und dem entsprechenden Zeitraum 2026 nahezu verdoppelt. Das gesamte Bewerbungsinteresse stieg im selben Zeitraum um 38 Prozent.

Für Bewerber wird deshalb eine Frage wichtiger, die im Bewerbungsprozess leicht in den Hintergrund gerät:

Wie gut passt eine Position tatsächlich zu meinem Profil und wie gut passt sie zu mir?

Passung beginnt bei der Aufgabe

Aus Personalberaterperspektive beginnt die Prüfung bei Ausbildung, Erfahrung und fachlichen Kenntnissen. Entscheidend ist jedoch: Wofür wird diese Person in genau diesem Unternehmen gebraucht?

Eine Position entsteht aus einer konkreten Situation. Vielleicht soll ein Bereich aufgebaut werden. Ein Unternehmen befindet sich in einer Veränderungsphase. Eine Führungskraft braucht jemanden, der ein festgefahrenes Thema voranbringt.

Erst wenn diese Ausgangslage verstanden ist, lässt sich beurteilen, welche Erfahrung wirklich relevant ist.

Deshalb kann ein Profil auf dem Papier nahezu ideal wirken und trotzdem Zweifel auslösen. Umgekehrt muss ein Kandidat nicht jede Anforderung einer Stellenanzeige erfüllen, um interessant zu sein.

Bei einer Besetzung gilt es zu unterscheiden: Was ist tatsächlich unverzichtbar? Wo lässt sich Erfahrung übertragen? Welche Kompetenz kann entwickelt werden? An welcher Stelle wäre fehlende Erfahrung ein echtes Risiko?

Bewerber sollten ihr eigenes Profil ähnlich differenziert betrachten.

Jobtitel reichen nicht

„Projektmanager“, „HR Business Partner“ oder „Leiter Vertrieb“ klingen zunächst eindeutig. In Besetzungsprozessen zeigt sich immer wieder, wie unterschiedlich sich dahinterliegende Aufgaben gestalten können.

Ein Vertriebsleiter soll vielleicht ein bestehendes Team führen. In einem anderen Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau neuer Märkte. Auch Entscheidungsspielräume, Schnittstellen und Erwartungen können sich erheblich unterscheiden.

Wer bei der Jobsuche hauptsächlich auf Berufsbezeichnungen schaut, vergleicht deshalb schnell Positionen, die nur auf den ersten Blick ähnlich sind.

Hilfreicher sind andere Fragen:

  • Welches Problem soll auf dieser Position gelöst werden?
  • Was wird nach sechs oder zwölf Monaten erwartet?
  • Welche Entscheidungen kann die Person tatsächlich selbst treffen?
  • Mit welchen Bereichen muss sie eng zusammenarbeiten?

Auf dieser Ebene wird erkennbar, welche Erfahrungen aus dem eigenen Berufsweg relevant sind.

Auswahl funktioniert in beide Richtungen

Unternehmen prüfen selbstverständlich, ob ein Bewerber zur Position passt. Auf Bewerberseite fällt diese Gegenprüfung häufig weniger konsequent aus, besonders wenn eine Jobsuche schon länger dauert.

Dann verschieben sich Maßstäbe. Nach mehreren Absagen fühlt sich eine Einladung bereits wie ein Erfolg an. Liegt schließlich ein Angebot vor, werden Kriterien verhandelbar, die zu Beginn der Suche wichtig waren.

Das kann sinnvoll sein. Berufliche Veränderungen verlangen Kompromisse.

Trotzdem sollten Hinweise ernst genommen werden, die bereits im Auswahlprozess auf mögliche spätere Konflikte hindeuten.

Wer beispielsweise bewusst mehr Gestaltungsspielraum sucht und im Gespräch erfährt, dass Entscheidungen stark zentral getroffen werden, sollte genauer nachfragen. Eine Stellenanzeige kann schließlich nur einen Teil des tatsächlichen Arbeitsalltags abbilden.

Das Vorstellungsgespräch dient deshalb auch dazu, Informationen zu gewinnen:

Wofür wird die Position wirklich gebraucht?
Welche Themen soll der neue Mitarbeiter übernehmen oder verändern?

Was bedeutet Verantwortung konkret?
Wo besteht Entscheidungsfreiheit und wo nicht?

Woran wird Erfolg gemessen?
Was sollte nach dem ersten Jahr erreicht sein?

Was ist mir selbst wichtig?
Wo bin ich flexibel und was möchte ich aus früheren Erfahrungen bewusst nicht wiederholen?

Nicht jede unpräzise Antwort ist ein Warnsignal. Sie liefert aber einen Hinweis, der in die eigene Entscheidung einfließen sollte.

Neben der Frage

„Warum sollte dieses Unternehmen mich auswählen?“

gehört deshalb eine zweite:

„Warum sollte ich mich für dieses Unternehmen und diese Aufgabe entscheiden?“

Mehr Aktivität ersetzt keine Klarheit

Wenn der Arbeitsmarkt enger wird, liegt eine Reaktion nahe: den Suchradius erweitern und mehr Bewerbungen verschicken.

Das kann richtig sein.

Bleibt die Resonanz trotz zahlreicher Bewerbungen gering, sollte jedoch geprüft werden, wo der eigentliche Engpass liegt. Passt die Zielposition zum bisherigen Profil? Wird die relevante Erfahrung erkennbar? Gibt es zu wenige passende Stellen? Oder ist der Suchraum inzwischen so breit, dass keine klare berufliche Richtung mehr sichtbar wird?

Mehr Aktivität kann einen guten Ansatz verstärken. Fehlende Klarheit kann sie nicht ersetzen.

Das gilt auch nach einer Zusage. Titel, Gehalt oder Unternehmensname können für eine Entscheidung relevant sein. Ob eine Position längerfristig trägt, hängt häufig stärker von der tatsächlichen Aufgabe, den Erwartungen auf beiden Seiten und den Arbeitsbedingungen ab.

Passung ist deshalb mehr als ein Recruiting-Kriterium. Sie ist Teil einer guten Karriereentscheidung.

Eine Zusage zeigt, dass ein Auswahlprozess erfolgreich war. Ob daraus ein guter nächster beruflicher Schritt wird, entscheidet sich daran, wie gut Aufgabe, Person und Rahmenbedingungen tatsächlich zusammenpassen.

Autoreninformation

Heidi Steinberger ist langjähriges Mitglied und aktuell Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung e. V.  Als Personal- und Karriereberaterin beschäftigt sie sich seit über 30 Jahren mit Personalauswahl, beruflicher Entwicklung, Potenzialermittlung und Karriereentscheidungen.

*Quelle der Arbeitsmarktdaten: Stepstone-Arbeitsmarktbriefing „Bewerbungsinteresse 2026“, 21.05.2026.

Karriere ist auch Familiensache

Wie Lebensentwürfe und Glaubenssätze unseren Berufsweg prägen

Von Dr. Claudia Sorg-Barth

Unsere Karriere wird oft stärker von familiären Glaubenssätzen und unbewussten Lebensentwürfen geprägt, als wir denken. Der Beitrag zeigt, wie systemische Karriereberatung dabei unterstützt, diese Muster zu erkennen, den eigenen Karriereweg bewusst zu reflektieren und stimmige berufliche Entscheidungen zu treffen.

„Mach etwas Sicheres.“ – „Mit einem Job im öffentlichen Dienst bist du gut versorgt.“ – „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ – „Selbstständigkeit ist viel zu riskant.“

Viele von uns kennen solche Sätze. Manche wurden offen ausgesprochen, andere waren unausgesprochene Familienregeln. Oft begleiten sie uns ein Leben lang – und beeinflussen unsere beruflichen Entscheidungen, ohne dass wir es bemerken.

Noch bevor wir unsere erste Bewerbung schreiben oder über unseren Traumberuf nachdenken, haben wir bereits die wichtigsten Botschaften über Arbeit, Erfolg und Sicherheit erhalten – in unserer Familie. Sie ist häufig unsere erste Karriereberaterin.

In meiner Arbeit als Karriereberaterin erlebe ich immer wieder, dass Menschen zunächst glauben, ihre beruflichen Entscheidungen ausschließlich rational getroffen zu haben. Schaut man jedoch genauer hin, zeigt sich häufig ein anderes Bild: Unsere Vorstellungen von Erfolg, Sicherheit, Leistung oder Anerkennung sind oft viel stärker von unserer Herkunft geprägt, als uns bewusst ist.

Die systemische Karriereberatung geht davon aus, dass berufliche Entscheidungen nie losgelöst von unserem Umfeld entstehen. Familie, Werte, Rollenbilder und prägende Erfahrungen bilden den Rahmen, in dem wir unseren beruflichen Weg entwickeln. Wer diese Zusammenhänge versteht, gewinnt mehr Klarheit und kann bewusster entscheiden – nicht gegen etwas, sondern für den eigenen Weg.

Karriere beginnt lange vor der ersten Bewerbung

Unsere erste Vorstellung von Arbeit entsteht nicht im Berufsleben, sondern in unserem Elternhaus. Dort erleben wir, wie über Arbeit gesprochen wird, welche Berufe Anerkennung erfahren und was als Erfolg gilt.

Manche Familien legen großen Wert auf Sicherheit und Beständigkeit. Andere fördern Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit oder gesellschaftliches Ansehen. Wieder andere vermitteln, dass Arbeit vor allem Freude machen soll.

Diese Werte sind weder richtig noch falsch. Sie sind häufig das Ergebnis der Erfahrungen früherer Generationen. Wer wirtschaftliche Unsicherheit erlebt hat, wird seinen Kindern vermutlich andere Empfehlungen mitgeben als Eltern, die berufliche Selbstverwirklichung erfahren durften.

Aus systemischer Sicht sind diese Erfahrungen keine Randnotizen unserer Biografie. Sie bilden vielmehr den Hintergrund, vor dem wir spätere Karriereentscheidungen treffen – häufig, ohne uns dessen bewusst zu sein.

Problematisch wird es erst dann, wenn wir diese Überzeugungen unbewusst übernehmen und gar nie hinterfragt werden. Dann treffen wir Entscheidungen möglicherweise nicht aufgrund unserer eigenen Bedürfnisse, sondern folgen einem inneren Auftrag, der ursprünglich gar nicht unser eigener war.

Welche inneren Aufträge begleiten Sie?

In Beratungen begegnen mir häufig Glaubenssätze wie:

  • Sicherheit geht immer vor.
  • Ein Beruf beim Staat ist das Beste, was dir passieren kann.
  • Hauptsache, du hast einen festen Arbeitsplatz.
  • Sei bescheiden und falle nicht auf.
  • Geld allein macht nicht glücklich.
  • Erst wenn du hart arbeitest, hast du Erfolg verdient.
  • Man bleibt seinem Arbeitgeber treu.
  • Erfolg bedeutet, Karriere zu machen.
  • Wer Verantwortung übernimmt, trägt auch viel Last.

Viele dieser Überzeugungen haben Menschen über Jahre Orientierung gegeben. Gleichzeitig können sie dazu führen, dass Karriereentscheidungen schwerfallen oder Entwicklungsmöglichkeiten gar nicht erst wahrgenommen werden.

Nicht selten spüren Klientinnen und Klienten genau das: Irgendetwas hält sie zurück. Sie können es jedoch zunächst nicht benennen.

Deshalb lohnt es sich, die eigenen Glaubenssätze und familiären Aufträge bewusst zu erforschen. Im Ergebnis erweitert sich damit oftmals der eigene Handlungsspielraum.

Drei Wege, den eigenen Karrierekompass besser zu verstehen

In meiner Karriereberatung haben sich dafür drei Zugänge besonders bewährt.

  1. Der Blick zurück – die eigene Biografie verstehen

Gemeinsam betrachten wir den bisherigen Lebens- und Berufsweg.

  • Welche Entscheidungen waren prägend?
  • Warum wurde gerade dieser Beruf gewählt?
  • Weshalb blieb jemand in einer Position, obwohl sie längst nicht mehr erfüllend war?
  • Wann wurden Chancen genutzt – und wann bewusst vermieden?

Besonders spannend wird dabei die Frage:

Welcher Glaubenssatz hat mich in dieser Lebensphase begleitet?

Oft entstehen genau hier die ersten Aha-Momente. Plötzlich wird sichtbar, dass bestimmte Entscheidungen weniger aus eigener Überzeugung entstanden sind, als aus übernommenen Werten.

  1. Das Gespräch mit den Eltern oder wichtigen Bezugspersonen

Wenn es möglich und sinnvoll ist, rege ich meine Klientinnen und Klienten an, mit ihren Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen ins Gespräch zu gehen.

Fragen können dabei sein:

  • Was bedeutet für euch beruflicher Erfolg?
  • Was habt ihr euch früher für mich gewünscht?
  • Worauf wart ihr besonders stolz?
  • Welche Eigenschaften waren euch im Berufsleben wichtig?

Die Antworten überraschen häufig. Viele Eltern wünschen sich vor allem, dass ihre Kinder ein sicheres und erfülltes Leben führen. Die daraus entstandenen Botschaften waren oft Ausdruck von Fürsorge.

Allein dieses Verständnis verändert häufig den Blick auf die eigene Karriere.

  1. Die Vorbild-Recherche

Ebenso aufschlussreich ist die Frage nach den eigenen Vorbildern.

Welche Menschen beeindrucken mich beruflich?

Und noch wichtiger:

Was genau fasziniert mich an ihnen?

Ist es ihre Freiheit? Ihr Mut? Ihre Gelassenheit? Ihre fachliche Kompetenz? Ihre Kreativität? Ihr gesellschaftlicher Beitrag? Oder ihre Fähigkeit, Beruf und Privatleben gut miteinander zu verbinden?

Hinter unseren Vorbildern verbergen sich häufig unsere eigenen Werte – manchmal diejenigen, die bislang noch keinen Platz im eigenen Berufsleben gefunden haben.

 

Wenn aus einem Familienauftrag eine bewusste Entscheidung wird

Besonders berührend sind für mich die Momente, in denen Klientinnen und Klienten erkennen:

„Ich darf meinen eigenen Weg gehen.“

Vielleicht galt der Satz „Sicherheit geht vor“ vor 40 Jahren tatsächlich für die Lebenswirklichkeit der Eltern.

Heute darf daraus auch werden: „Sicherheit ist mir wichtig – und gleichzeitig wünsche ich mir Sinn, Entwicklungsmöglichkeiten und Gestaltungsspielraum.“

Oder aus dem familiären Auftrag „Mach etwas Vernünftiges“ wird die Erkenntnis:

„Ich darf erfolgreich sein, ohne mich zu verbiegen.“

Es geht dabei nicht darum, die Werte der Familie in Frage zu stellen oder gar abzulehnen. Im Gegenteil: Sie verdienen in den allermeisten Fällen sogar Respekt, denn sie entstanden aus Erfahrungen und mit der besten Absicht.

Entscheidend ist vielmehr, bewusst zu entscheiden, welche dieser Werte heute noch zu den eigenen Lebenszielen passen – und welche weiterentwickelt werden dürfen.

Karriere bedeutet auch Persönlichkeitsentwicklung

Berufliche Entscheidungen entstehen selten nur im Kopf. Sie sind eng mit unserer Biografie, unseren Erfahrungen und den Systemen verbunden, in denen wir aufgewachsen sind.

Wer diese Zusammenhänge erkennt, erweitert seinen Entscheidungsspielraum. Karriereberatung bedeutet für mich deshalb weit mehr als die Suche nach dem nächsten Job oder der passenden Weiterbildung. Sie lädt dazu ein, den eigenen Lebensweg besser zu verstehen, alte Muster zu erkennen und daraus neue Möglichkeiten zu entwickeln.

Eine gute Karriere entsteht nicht dadurch, dass wir den Erwartungen anderer folgen. Sie entsteht dann, wenn wir unsere eigenen Werte kennen, unsere Stärken bewusst einsetzen und Entscheidungen treffen, die wirklich zu unserem Leben passen.

Denn die wichtigste Karriereentscheidung lautet oft nicht:

„Welchen Job soll ich als Nächstes annehmen?“

Sondern:

„Welchen Weg möchte ich wirklich gehen – und welcher Teil davon ist tatsächlich meiner?“

Autoreninformation

Dr. Claudia Sorg-Barth ist Mitglied der DGfK. Sie arbeitet als Karriereberaterin, Business Coach und Trainerin und unterstützt Menschen dabei, ihr Potenzial zu entfalten, wirksam zu kommunizieren und ihren beruflichen Weg mit Klarheit zu gestalten. 

Fünf KI-Fallen im Bewerbungsprozess – und wie Sie diese vermeiden

Von Oliver Braust

Künstliche Intelligenz kann Bewerbungen schneller, sauberer und manchmal auch besser machen. Gleichzeitig sehe ich in der Praxis einen neuen Klassiker: Unterlagen sind formal top – und wirken trotzdem austauschbar. Oder sie klingen überzeugend, halten aber einem kritischen Nachfragen im Interview nicht stand.
Damit KI im Bewerbungsprozess wirklich hilft, braucht es einen klaren Umgang mit ihren Grenzen. In diesem Karrierespot zeige ich fünf typische KI-Fallen, die mir in der Beratung immer wieder begegnen – und gebe jeweils einfache Gegenmittel, mit denen Sie Ihre Bewerbung wieder griffig, glaubwürdig und persönlich machen.

1) Falle: „Klingt gut – aber klingt wie alle“

KI produziert oft Texte, die sich glatt lesen: professionell, freundlich, korrekt. Das Problem: Genauso lesen sich dann viele Bewerbungen. HR spürt sehr schnell, ob ein Text Substanz hat – oder ob er inhaltlich „auf dem Papier gut“ ist, aber ohne echte Kante.

Gegenmittel:
Bauen Sie bewusst Eigensprache und Belege ein.

  • Nutzen Sie 5–8 Wörter, die wirklich zu Ihnen passen (und die Sie auch mündlich sagen würden).
  • Ergänzen Sie pro Absatz mindestens einen konkreten Beleg: Ergebnis, Projekt, Zahl, Kontext.

Merksatz: Stil ist nicht das, was gut klingt – Stil ist das, was zu Ihnen passt.

2) Falle: Unbewusste Übertreibung (oder kleine Unwahrheiten)

KI „optimiert“ gern. Aus „mitgearbeitet“ wird „verantwortet“, aus „unterstützt“ wird „geführt“. Das passiert oft gar nicht absichtlich – aber es ist riskant. Spätestens im Interview fällt auf, wenn Aussagen nicht sauber unterfüttert sind.

Gegenmittel:
Arbeiten Sie mit einer simplen Belegpflicht:

  • Jede starke Aussage braucht mindestens einen Nachweis: Beispiel / Ergebnis / Rolle / Umfang / Zeitraum.
  • Formulieren Sie bewusst sauber: „fachlich mitverantwortet“, „in enger Abstimmung“, „Teilprojektleitung“, „Schnittstellenkoordination“.

Merksatz: Lieber etwas weniger Glanz – dafür 100% belastbar.

 

3) Falle: Einheitsbewerbung statt Bewerbungsstrategie

Viele starten mit KI direkt beim Text: Lebenslauf umschreiben, Anschreiben erstellen, LinkedIn-Profil polieren. Das fühlt sich produktiv an. Ist es manchmal auch. Aber ohne strategischen Fokus entsteht schnell ein perfekt aussehendes „Irgendwie-passt-es“-Paket.

Gegenmittel:
Erst Zielbild, dann Text. Drei Fragen vor jeder KI-Nutzung:

  1. Welche Rolle will ich wirklich (und warum)?
  2. Welche 3 Argumente sind für diese Rolle am stärksten?
  3. Welche Beispiele belegen diese Argumente?

Erst wenn das steht, darf die KI formulieren.

Merksatz: KI beschleunigt – aber nur in die Richtung, die Sie vorher festgelegt haben.

4) Falle: Perfekte Form, aber kein Profil

KI kann Struktur, Überschriften und Bulletpoints elegant machen. Trotzdem fehlt oft das Entscheidende: ein klarer roter Faden. Wer sind Sie beruflich – wofür stehen Sie – und warum ist das für diese Zielrolle relevant?

Gegenmittel:
Erstellen Sie einen kurzen Profilkern, den Sie in CV, LinkedIn und Anschreiben wiederverwenden:

  • Positionierungssatz (1 Zeile): „Ich unterstütze/gestalte/löse … in … durch …“
  • 3 Kernkompetenzen (konkret, nicht Buzzwords)
  • 3 Proof Points (kurze Belege: Ergebnis, Projekt, Wirkung)

Damit wird aus „schön“ wieder „treffsicher“.

Merksatz: Form bringt Aufmerksamkeit. Profil bringt Vertrauen.

5) Falle: Zu viel Output, zu wenig Entscheidung

KI liefert in Minuten zehn Versionen – und plötzlich stecken Sie in einer Optimierungsschleife. Mehr Text, mehr Varianten, mehr Möglichkeiten. Das kann lähmen: Sie arbeiten an Unterlagen, statt in Bewegung zu kommen.

Gegenmittel:
Nutzen Sie ein „Good enough“-Prinzip plus echte Tests:

  • Entscheiden Sie sich für EINE Version, die solide ist.
  • Testen Sie sie im Markt: Feedbacks von HR-Profis und Führungskräften aus dem persönlichen Netzwerk einholen, dann 5 Bewerbungen  versenden – und ggf. nachschärfen.
  • Nutzen Sie KI für gezielte Iterationen (z. B. Einleitung kürzen, Profil schärfen), nicht für Endlosvarianten.

Merksatz: Bewerbung ist kein Schreibprojekt – es ist ein Markttest.

Mini-Checkliste: Passt das noch zu mir – und trägt es im Job-
Interview?

Nehmen Sie sich 3 Minuten und prüfen Sie Ihren KI-Text mit diesen vier Fragen:

  • Wiedererkennung: Würde mich jemand, der mich gut kennt, in Ton und Beispielen wiedererkennen?
  • Belegbarkeit: Steht hinter jeder starken Behauptung ein konkretes Beispiel?
  • Interview-Festigkeit: Kann ich die Kernaussage in 20 Sekunden frei erzählen – ohne abzulesen?
  • Zielrollen-Fit: Passt das Dokument zur Zielrolle – oder ist es „allgemein professionell“?

Wenn Sie hier zweimal zögern: nachschärfen. Nicht durch mehr Text – sondern durch mehr Klarheit.

Fazit: KI ist ein Werkzeug – Klarheit bleibt Ihre Aufgabe

KI kann Ihnen viel Arbeit abnehmen: strukturieren, formulieren, variieren, zusammenfassen. Die entscheidende Qualität in Bewerbungen entsteht aber dort, wo KI allein nicht hinkommt: Haltung, Prioritäten, Substanz und Glaubwürdigkeit.

Wenn Sie KI so einsetzen, dass sie Ihre Klarheit sichtbar macht, wird sie zum echten Beschleuniger. Wenn KI Klarheit ersetzt, wird sie zum Glätteisen – und das wirkt selten überzeugend.

Und wenn Sie diese Klarheit nicht allein erzeugen können, dann nutzen Sie unsere Expertise als
Karriereberater.

Autoreninformation

Oliver Braust ist erfahrener Karriere- und Outplacementberater und Mitglied der DGfK.

Jobs der Zukunft

Ein Interview von unserem Mitglied Doris Brenner mit Hartwin Maas

Durch einen Beitrag bin ich auf Hartwin Maas, Zukunftsforscher und Mitbegründer des Instituts für Generationenforschung (www.generation-thinking.de) gestoßen, in dem er die These aufstellte, dass von den heute geborenen Kindern, 65% in Jobs arbeiten werden, die es heute noch nicht gibt. Diese Prognose ist insbesondere für die Karriereberatung von hoher Relevanz, wenn wir unsere Kunden auch auf dem Weg in den zukünftigen Arbeitsmarkt kompetent begleiten wollen.

Doris Brenner: Herr Maas, Sie stellen die These auf, dass von den heute geborenen Kindern 65% in Jobs arbeiten werden, die es heute noch nicht gibt? Wie kommen Sie zu dieser Aussage?

Hartwin Maas: In den letzten zwanzig Jahren haben sich schon sehr viele neue Jobs entwickelt und Tätigkeitsprofile stark geändert. Beispielsweise, neben Modifizierungen in den Ausbildungsberufen gibt es seitdem ca. 24 Neue. In den nächsten 25 Jahren werden neue Berufsfelder entstehen, die durch technologische, ökologische, demografische und gesellschaftliche Veränderungen angetrieben werden. Technologische Veränderung passiert nicht mehr linear, sondern exponentiell. Bis 2050 werden Berufe verschwinden und 65 % der heute geborenen Kinder könnten in der Tat in Jobs arbeiten, die noch gar nicht existieren.

Ich kann jedoch die Angst vor KI als Jobvernichter nehmen, denn KI wird einzelne Aufgaben übernehmen, nicht aber einen ganzen Beruf. Letztendlich werden durch Automatisierung und KI in sämtlichen Bereichen bis 2030 deutlich mehr Jobs geschaffen als vernichtet. Es wird ein Nettobeschäftigungszuwachs von 7 % geben.

Doris Brenner: Welche Jobs werden das sein?

Hartwin Maas: Neue Berufsfelder sind oft eine Verkettung von vielen Änderungen. Sie entstehen beispielsweise durch den Klimawandel im Nachhaltigkeitsbereich. Es wird neue Berufe in der Kreislaufwirtschaft, neue Formen der Landwirtschaft oder im Kohlenstoffhandel geben. Durch die alternde Bevölkerung und die damit einhergehende Zunahme altersbedingter Krankheiten werden Berufe in der Biotechnologie, Bioinformatik für personalisierte Medizin, Klontechnologie oder Longevity Coaches gefragt werden. Zurzeit fließen viele Gelder in die Weltraumtechnologie, hier könnte es neue Berufsfelder bzgl. Mond- und Marsmissionen geben. Die Anwendung von KI-Systemen, Robotik und Automatisierung in allen Bereichen könnte Berufsfelder wie Digital Twin Designer, KI Trainer, Ethik-Auditor für KI ergeben.

Doris Brenner: Was werden aus Ihrer Sicht die zentralen Anforderungen dieser zukünftigen Jobs sein?

Hartwin Maas: Die Anforderungen an bereichsübergreifendes Handeln und die Kommunikation auf unterschiedlichen Kanälen werden weiter zunehmen. In vielen Bereichen ist eine zunehmende Komplexität und Parallelisierung der Aufgaben zu beobachten. „KI-Kompetenzen“ werden als wünschenswerte Zusatzqualifikation betrachtet werden. Dabei geht es nicht nur um die stumpfe Anwendung, sondern eine Technik einzusetzen für effektives Arbeiten auf höherem Niveau. Hierbei ist insbesondere der Begriff der „Digital Literacy“ zu nennen: Die Fähigkeit, in unterschiedlichen digitalen Schriftquellen Zusammenhänge zu erkennen, diese zu verstehen, zu interpretieren und sinnvoll für sich zu nutzen. Hinzu kommen weitere Fähigkeiten, wie jene, Veränderungen wahrzunehmen und zu bewältigen, oder die Ambiguitätstoleranz, d. h. die Fähigkeit, mit Ungewissheiten und Widersprüchen konstruktiv umzugehen. Auch Selbstorganisation und kritisches Denken werden zunehmend relevanter werden.

Doris Brenner: Wie können sich heutige Arbeitnehmer am besten auf diese zukünftigen Anforderungen vorbereiten bzw. weiterbilden?

Hartwin Maas: Die Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer an technologische Veränderungen wird entscheidend sein. Die Anzahl an Menschen, die sich nun zwangsläufig fortbilden muss, wird erheblich mehr werden. Das Konzept des lebenslangen Lernens und Upskilling wird mehr als ein Trend sein. Upskilling ist entscheidend für den Erfolg. Es hilft nicht nur den eigentlichen Job besser zu machen, sondern auch relevanter und wettbewerbsfähig in einem anspruchsvollen Arbeitsmarkt zu bleiben und sich zu bemühen, mit der anhaltenden und rasanten technologischen Revolution Schritt zu halten. Zurzeit trifft es vor allem die Älteren. Deshalb rate ich Unternehmen verstärkt in die älteren Generationen zu investieren.

Doris Brenner: Sehen Sie internationale Unterschiede im Hinblick auf die zukünftige Jobs? Und wenn ja, wo werden in Deutschland bzw. Europa die Schwerpunkte liegen?

Hartwin Maas: In den Jobs sehe ich nicht unbedingt internationale Unterschiede, eher im Datenverständnis, in der Flexibilität und Haltung zur Arbeit. In anderen Ländern, wie Ägypten, Indien, Ruanda scheinen beispielsweise Nachwuchskräfte durchaus ambitionierter zu sein und nutzen die technologischen Entwicklungen als Chance. Die breite KI-Nutzung ändert auch die Jobqualifikationen. In Indien und USA beispielsweise fragen Arbeitgeber zunehmend mehr nach den Fähigkeiten als nach dem Abschluss. In Deutschland wird uns die Überakademisierung auch auf die Füße fallen, da der akademische Abschluss an Aussagekraft und Ansehen verliert. Obwohl Deutschland bei technologischen, ökologischen, demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen träge oder zumindest zurückhaltend zu sein scheint, ist es noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA und China und die größte in Europa.

Wir sind nach wie vor Spitzenreiter in der KI-Grundlagenforschung, Quantencomputing und Lasertechnik, dies sollte forciert werden und Forschung und Wirtschaft mehr verzahnt werden, damit es auch in Zukunft ein Schwerpunkt bleibt. In der Anzahl der Datenzentren ist Deutschland weltweit auf Platz zwei. Zudem verfügt Deutschland über die meisten Hidden Champions, wie im Bereich Spezialmaschinenbau, Klimatechnik, Druckluftsysteme, Landmaschinen, Gartengeräte und vieles mehr, die in ihrer Nische oft unbemerkt, aber global führend sind.

Doris Brenner: Herr Maas haben Sie vielen Dank für dieses Interview und Ihre Einschätzung.

Autoreninformation

Doris Brenner ist Wirtschaftswissenschaftlerin mit langjähriger Erfahrung in Fach- und Führungspositionen in der Industrie. Als Karriereberaterin und systemischer Coach hat sie u.a. zahlreiche (Nachwuchs)-Wissenschaftler in Karriereentscheidungen unterstützt und begleitet. Doris Brenner ist Initiatorin und Gründungsvorstand der DGfK Deutsche Gesellschaft für Karriereberatung e.V.

Wie KI Ihre berufliche Veränderung unterstützen kann – und warum Karrierecoaching wichtiger denn je ist

Von Oliver Braust

Der Wandel in der Arbeitswelt war selten so spürbar wie heute. Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung verändern ganze Berufsfelder, und viele Menschen stehen vor der Herausforderung, sich neu zu orientieren. Gleichzeitig bietet der technologische Fortschritt – insbesondere durch Künstliche Intelligenz (KI) – spannende neue Möglichkeiten, die berufliche Veränderung aktiv und gezielt zu gestalten.
In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie mithilfe von KI-gestützten Tools und Ressourcen Ihre Karriereentwicklung vorantreiben können – und warum die menschliche Komponente in der Karriereberatung dennoch unverzichtbar bleibt.

1. Personalisierte Karriereberatung durch KI

Traditionelle Karriereberatung wird zunehmend durch KI-gestützte Plattformen ergänzt, die individuelle Beratung bieten. Programme analysieren mithilfe von Algorithmen Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Interessen, um personalisierte Empfehlungen für mögliche Karrierepfade zu geben. Beispiele hierfür sind LinkedIn Career Explorer oder spezialisierte Job-Matching-Algorithmen, die Ihnen helfen, neue berufliche Felder zu entdecken.

Doch trotz dieser Technologie bleibt die Rolle eines erfahrenen Karrierecoachs zentral: Ein Coach geht auf Ihre persönlichen Anliegen, Emotionen und Unsicherheiten ein – Dinge, die KI allein nicht erfassen kann. Karriereentscheidungen sind häufig mit komplexen Gefühlen verbunden, wie Ängsten oder Zweifeln, bei denen empathische Unterstützung und ein tiefes Verständnis für Ihre individuelle Situation notwendig sind.

2. Optimierung Ihrer Bewerbungsunterlagen

KI-Tools wie Zety oder Resume.io bieten eine schnelle Möglichkeit, Lebensläufe und Anschreiben zu erstellen und auf Stellenanzeigen anzupassen. Sie helfen, Ihre Unterlagen zu analysieren und Verbesserungen vorzuschlagen, von der Formulierung bis hin zur Schlüsselwortoptimierung für Bewerbungsmanagementsysteme (Applicant Tracking Systems, ATS).

Trotz dieser Automatisierung bleibt jedoch ein erfahrener Karrierecoach entscheidend: Ein Coach hilft Ihnen nicht nur dabei, Ihre Unterlagen zu optimieren, sondern auch, Ihre individuelle Geschichte zu erzählen und Ihren beruflichen Werdegang in den richtigen Kontext zu setzen. Er unterstützt Sie dabei, Ihre einzigartige Kombination aus Fähigkeiten, Werten und Zielen so zu präsentieren, dass Sie bei Personalverantwortlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen – etwas, das KI-Tools nur schwer leisten können.

3. Weiterbildung leicht gemacht

Plattformen wie Coursera oder LinkedIn Learning nutzen KI, um Ihnen passende Lernpfade zu empfehlen, die auf Ihre Vorkenntnisse und Karrierezielen abgestimmt sind. Sie können so Wissenslücken schließen oder sich neue, stark nachgefragte Kompetenzen aneignen.

Ein Karrierecoach ist hier wiederum sinnvoll bei der strategischen Auswahl und Planung Ihrer Weiterbildung. KI-Algorithmen basieren auf Daten, aber ein Coach versteht Ihre gesamte berufliche Situation, Ihre langfristigen Ziele und Ihre persönlichen Präferenzen. Er kann Sie dabei unterstützen, nicht nur die „richtigen“ Kurse zu belegen, sondern auch herauszufinden, was für Sie als Individuum wirklich sinnvoll ist und Sie langfristig beruflich erfüllt.

4. Selbstständigkeit und KI – ein unschlagbares Team

Für Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, bieten KI-Tools wie ChatGPT oder Jasper Unterstützung bei der Erstellung von Inhalten, Geschäftsstrategien oder der Automatisierung von Routineaufgaben. Diese Technologien ermöglichen eine erhebliche Zeitersparnis und helfen, effizient zu arbeiten.

Aber auch hier gilt: Ein Coach ist mehr als nur ein technischer Berater. Er hilft Ihnen, Ihre unternehmerischen Visionen zu konkretisieren, Entscheidungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und mögliche Risiken zu erkennen. Der persönliche Austausch mit einem Coach bietet Raum für Reflexion und kreative Problemlösung – Dinge, die KI zwar unterstützen, aber nicht ersetzen kann.

5. Berufliche Netzwerkpflege durch KI-Algorithmen

Netzwerke sind in der modernen Arbeitswelt unverzichtbar. Plattformen wie LinkedIn nutzen KI, um Ihnen relevante Kontakte, Veranstaltungen oder Gruppen vorzuschlagen, die zu Ihren Karrierezielen passen. Diese Funktionen erleichtern das Networking erheblich.

Doch erfolgreiche Netzwerkpflege beruht auf menschlichen Beziehungen. Ein Karrierecoach kann Ihnen nicht nur Tipps geben, wie Sie ein Netzwerk aufbauen, sondern auch, wie Sie authentische Verbindungen zu Menschen herstellen, die Ihnen auf Ihrem Karriereweg weiterhelfen können. Während KI Verbindungen auf Basis von Daten vorschlägt, hilft Ihnen ein Coach, aus diesen Vorschlägen gezielt wertvolle, menschliche Kontakte zu knüpfen.

Warum Karrierecoaching trotz KI unverzichtbar bleibt

Künstliche Intelligenz ist ein mächtiges Werkzeug, das uns in vielen Aspekten der beruflichen Neuorientierung unterstützt. Sie spart Zeit, bietet datenbasierte Einblicke und hilft uns, auf neue Karrierechancen aufmerksam zu werden. Doch Karriere ist mehr als nur Daten und Algorithmen.

Der menschliche Aspekt – Empathie, emotionales Verständnis und individuelle Unterstützung – kann von keiner KI ersetzt werden. Ein Karrierecoach erkennt nicht nur Ihre Stärken, sondern versteht auch Ihre Bedürfnisse und Motive auf einer tiefen, persönlichen Ebene. Er hilft Ihnen, Ihre berufliche Identität zu formen, Ihre Ziele klar zu definieren und Sie durch die Höhen und Tiefen des Veränderungsprozesses zu begleiten.

In einer Zeit, in der technische Lösungen immer präsenter werden, bleibt die persönliche Beratung durch einen Karrierecoach der Schlüssel, um nicht nur den nächsten Job zu finden, sondern eine erfüllte, sinnvolle Karriere zu gestalten.

Fazit: KI als Werkzeug, der Karrierecoach als Partner

Künstliche Intelligenz kann Ihnen viele Türen öffnen, von der Karriereberatung über die Weiterbildung bis hin zur Optimierung Ihrer Bewerbungsunterlagen. Doch die Erfahrung, das Wissen und die emotionale Intelligenz eines Karrierecoachs bieten eine unverzichtbare menschliche Komponente, die KI allein nicht leisten kann. Nutzen Sie KI als Werkzeug – aber verlassen Sie sich auf die Erfahrung eines Karriere-coaches, um Ihre beruflichen Veränderungen erfolgreich und nachhaltig zu gestalten.

Autoreninformation

Oliver Braust ist Mitglied der DGfK, seit vielen Jahren Karrierecoach und unterstützt Menschen aktiv bei beruflichen Veränderungen und Neustarts.